Bundesministerin Anja Karliczek informiert sich über die Corona-Forschung der Universität zu Lübeck

Foto @ Tim Jelonnek / Universität zu Lübeck
ELISA LÜBECK

ELISA LÜBECK

LübEcker Längsschnittuntersuchung zu Infektionen mit SARS –CoV-2

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, hat die Universität zu Lübeck und das Testzentrum der Lübecker Corona-Längsschnittstudie ELISA in den Media Docks Lübeck besucht.

 

Prof. Dr. Christine Klein, Prof. Dr. Alexander Katalinic und Prof. Dr. Jan Rupp, Universität zu Lübeck, stellten der Ministerin die ELISA-Studie vor:

Die bestehende Unsicherheit im Hinblick auf einen möglichen Anstieg der Infektionszahl resultiert aus dem aktuell noch eingeschränkten Wissen über Verbreitung, Infektionswege und Gefährlichkeit der neuartigen Viruserkrankung. Um Informationslücken zur Infektion mit dem Corona-Virus zu schließen, haben sich Wissenschaftler der Universität zu Lübeck und des UKSH mit dem Land Schleswig-Holstein und der Stadt Lübeck zu einem Forschungsverbund zusammengeschlossen und eine breit angelegte Längsschnittuntersuchung initiiert. Die ELISA-Studie gibt erstmals Aufschluss über die tatsächliche Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus (SARS-CoV-2) in einem Niedrigprävalenzgebiet wie Lübeck, das in der Phase der Lockerungen durch die Zugehörigkeit zur Metropolregion Hamburg und durch ausgeprägten Tourismus (> 50.000 Touristen/Tag aus allen Teilen Deutschlands sowie international) einer besonderen Dynamik unterliegt. Über 3.000 Menschen aus dem Großraum Lübeck – die Hälfte davon zufällig aus der Bevölkerung ausgewählt und die andere Hälfte durch intensiven Kontakt zu vielen anderen Menschen einem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt – geben via Smartphone-App regelmäßig Informationen zu ihrer Person und ihrem Alltag, sowie zu möglichen Symptomen. Alle Personen werden mehrfach mittels Virus-PCR auf eine akute bzw. mittels Antikörpertestungen auf eine abgelaufene Infektion untersucht. Bisher wurden über 9.000 Tests zu ersten drei Zeitpunkten (ab Mai) durchgeführt. Es wurden keine aktuellen Infektionen nachgewiesen, aber knapp 1 Prozent der Untersuchten wiesen positive Antikörper auf. Die Durchseuchung und damit der Schutz der Bevölkerung vor Corona-Infektionen ist nur als sehr gering zu bezeichnen. Dennoch haben die Lockerungen und der einsetzende Massentourismus bei fortgeführten Hygienemaßnahmen bisher nicht zu einem erhöhten Infektionsgeschehen in der Lübecker und Umland geführt.

 

Herausgegeben vom Präsidium der Universität zu Lübeck
Informations- und Pressestelle, 23538 Lübeck – Foto @ Tim Jelonnek / Universität zu Lübeck

 

 

Weitere Berichte dazu:
Bericht im NDR Schleswig-Holstein Magazin vom 14.07.2020 (ca. Minute 16:35 – 18:30).

 

Pressemitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vom 14.07.2020:

https://www.bmbf.de/de/karliczek-mit-vielfaeltiger-forschung-gegen-covid-19-12120.html

 

Meldung der Süddeutschen Zeitung vom 14.07.2020:

https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/gesundheit-luebeck-karliczek-dankt-forschern-fuer-kampf-gegen-corona-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200713-99-777031

 

Artikel der LN-Online zum Besuch der Ministerin vom 14.07.2020:

https://www.ln-online.de/Lokales/Luebeck/Luebeck-Bundesministerin-Karliczek-von-Corona-Forschung-beeindruckt

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